Komm mit uns auf Safari im Yala Nationalpark

Der Yala Nationalpark ist der bekannteste Nationalpark in Sri Lanka. Er befindet sich im Südosten der Insel und hat insgesamt sechs Bereiche. In nur einem von den sechs Bereichen dürfen Besucher rein. Der Park ist täglich von 6 Uhr bis 18 Uhr geöffnet und bietet eine tolle Safari Erfahrung. Wir haben unsere Safari einen ganzen Tag gemacht und waren insgesamt, mit Anfahrt und Rückweg 13 Stunden unterwegs.

Im Park gibt es viele Tierarten, unter anderem ist er so bekannt wegen den Leoparden. In dem Besucherbereich gibt es ca. 25 die man mit Glück sehen kann. Die Auswahl des richtigen Fahrers ist hier sehr entscheidend. Wir haben auf Empfehlung die Tour mit Janaka gemacht und warum wir gerade ihn genommen haben erfahrt ihr in dem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis: Warum ein guter Fahrer wichtig ist Ι Infos zur Tour Ι Unsere Safari durch den Yala Nationalpark Ι Fazit

Yala Nationalpark
Safari im Yala Nationalpark

Sri Lanka Top 5 und Route

    Warum auf einen guten Fahrer setzten ?

    Wir haben uns weit im Voraus informiert und recherchiert, worauf man achten sollte, wenn man eine Safari macht. Bei Tierbeobachtungen sind wir immer allgemein sehr skeptisch und gehen das ganze mit Vorsicht an. Was wir einfach nicht wollen, ist, dass Tiere bedrängt, gejagt oder vertrieben werden. Wir wollen, dass wir uns den Tieren nur in einer bestimmten Zone nähern und es in ihrem natürlichen Lebensraum nicht stressen. 

    Nachdem wir einiges gelesen haben, dass einige Fahrer auf die Tiere zu rasen, um den besten Platz zu bekommen oder aber Touren in Bussen angedreht werden, die dann gar keine Touren sind, haben wir genau geguckt. 

    Dabei sind wir auf einen Blog gestoßen die sehr gute Erfahrungen mit Janakasafari gemacht haben. Wir haben Janaka direkt per Whatsapp angeschrieben, ob wir mit ihm eine Safari machen können. Er macht Safaris schon seit 2006 und kennt sich im Yala Nationalpark dementsprechend gut aus. Wegen seiner Erfahrungen wollten wir genau ihn, denn er weiß genau auf was er setzten muss, um einen Leoparden zu sichten. Klar, es besteht immer eine 50/50 Chance und er sagte auch am Anfang der Safari, dass er es nie zu hundert Prozent versprechen kann Leoparden zu sehen. 

    Wir möchten unsere Erfahrungen hier in dem Beitrag festhalten, auch unsere Emotionen nochmal wieder geben und freuen uns, wenn du Janaka auch buchst.

    Kontaktdaten von Janaka:

    Beste Auslandskrankenversicherung

    Auch auf einer Reise sollte man sich bestmöglich absichern, denn wenn man nicht auslandskrankenversichert ist, kann es zu hohen Ausgaben kommen. Wähle am besten eine gute Auslandskrankenversicherung die weltweit greift.

    Infos zur Tour mit Janaka Safari im Yala Nationalpark

    • Abholung: Man wird morgens um 5 Uhr am Hotel abgeholt, um dann pünktlich um 6 Uhr am Park zu sein
    • Kosten: Die Touren kosten unterschiedlich viel, je nachdem ob man eine Halbtages-oder Ganztages Safari bucht oder ob man eine private/Gruppen Safari macht. Unsere Tour hat 70€ p.P gekostet (Wahrscheinlich teurer durch die Krise 07/22 ). 
    • Safari Zeit: Die Halbtages Safari geht von 5-11 Uhr , die Ganztages Safari geht von 5-18 Uhr 
    • Verpflegung: Während der ganzen Safari war Wasser, Früchte, Frühstück und Mittagessen inklusive 
    • Sonstige Infos: Um ein Fernglas musst du dich nicht kümmern, dass war im Preis auch mit inklusive und konnte die ganze Zeit genutzt werden. Wir empfehlen dir unbedingt Taschentücher, Handdesinfektion und ggf Mücken- und Sonnenspray mitzunehmen. Toiletten gibt es im Park nur eine und die nutzten wir während der Mittagspause, es gibt hier weder Toilettenpapier noch Seife, deswegen empfehlen wir dir beides einzupacken.
    Beste Reisekreditkarte

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    Unser YouTube Video von der Safari durch den Yala Nationalpark

    Unsere Safari durch den Yala Nationalpark

    4:30 Uhr, der Wecker klingelt

    Noch nie sind wir so gerne mit Wecker wach geworden wie heute. Unsere allererste Safari stand vor der Tür und wir waren schon richtig aufgeregt. Wir packten unsere ganze Technik zusammen und gingen runter. Gegen 5 Uhr machten wir uns auf, es war noch ganz  dunkel und der Jeep stand schon auf dem Hof.  Wir stiegen ein und fragten uns, ob wir die einzigen sein werden, die mit ihm fahren. 

    5:45 Uhr, die Sonne ging auf im Yala Nationalpark

    Nun waren wir fast da, vor uns ging die Sonne auf, wir sahen die erste Sonnenstrahlen und der noch kühle Wind wehte durch den offenen Jeep. Kurz vor sechs standen wir vor dem Tor und warteten auf das Go, dass wir rein dürfen. Immer mehr Jeeps kamen dazu, aber wir waren die ersten, die reingefahren sind.

    6:20 Uhr, der Moment als wir einen Leoparden sahen

    Noch bevor wir in den Park gingen, sagte Janaka uns, dass wir uns erstmal auf die Suche nach Leoparden machen, weil die Chance größer ist, morgens einen zu sehen.

    Keine 20 Minuten später hielt er an uns sagte, „schaut, dort oben in den Bäumen, da liegt ein Leopard“. Wir sahen ihn mehr schlecht als recht, er sah aus als würde er noch schlafen. Die Beine baumelten runter und er lag friedlich da. Wir holten das Fernglas raus und schauten durch. In dem Moment setzte er sich hin und verschwand dann relativ schnell. Wir konnten ihn vielleicht 5 Minuten sehen und in die Zeit versuchten wir unser Bestes, wenigstens ein gutes Foto hinzubekommen. Unser Grinsen ging über beide Backen, das erste Mal ein Leoparden in freier Wildbahn zu sehen war einfach einzigartig und total schön. 

    Leopard im Baum
    Er liegt direkt unter der Gabelung, wo sich der Baum in zwei Teile teilt, rechts unten

    Es ging weiter rein in den Yala Nationalpark

    Während wir unseren Glücksmoment noch verdauen mussten, ging die Fahrt weiter. Wir blieben zunächst an einer Wasserquelle stehen und sahen Büffel, die faul rumlagen und sich eine Abkühlung gönnten. Dann ging es etwas weiter an einen größeren See, hier waren Buntstörche. Wir holten das Fernglas raus, um in deren Nester zu schauen, denn die Mutti fütterte grad ihre Kücken. Sehr, sehr cooler Moment. Auf dem Weg sahen wir aber auch einige Vögel und Pfauen.

    Frühstückspause

    Unser Frühstückspäuschen hätte nicht schöner sein können. Mitten in der Natur, auf dem Jeep, reichte uns Janaka ein Tablett mit jeder Menge selbstgemachtem Essen nach hinten. Coconut Rotti, Coconut- und Zwiebel Sambol, Muffins, Bananen und Hoppers.

    Wir hatten noch nicht richtig aufgegessen, da rief Janaka nach hinten, „nehmt das Tablett in die Hand, ich habe was gehört“. In dem Moment versuchten wir so gut es geht alles festzuhalten, er legte den Gang ein und in einem Affenzahn bogen wir um die Ecke. Nichts. Er erzählte uns das er bestimmte Vögel gehört hat, wenn die bestimmte Töne machen könnten Leoparden in der Nähe sein.

    Unser erster Elefant

    Auch wenn wir keinen weiteren Leoparden sahen, haben wir unseren ersten Elefanten gesehen. Er stand sehr weit weg im Wasser. Man sah ihn eigentlich so gut wie gar nicht, Janaka versicherte, aber dass wir später noch mehr sehen werden.

    Krokodile, Pfauen und Warzenschweine

    Während wir manchmal Minuten lang keine Tiere sahen und einfach nur durch den Park fuhren, so haben wir manchmal dann auf einem Schlag wieder mehr gesehen. 

    Unter anderem Krokodile, die an Land sperrangelweit den Mund öffneten, um sich abzukühlen, Pfauen, die am Wegesrand rumliefen, Warzenschweine und Rehe, die schreckhaft wegliefen.  

    Zwei Elefanten kreuzten unseren Weg

    Janaka kommunizierte zwischendurch mit anderen Fahrern im Park und deshalb machten wir uns zu einer etwas größeren Wasserquelle auf. Hier kreuzten gleich mehrere Elefanten unseren Weg. Zwei kleinere standen links von uns und haben gefressen. Der eine sah ganz putzig aus, er riss die Wurzeln immer raus und schmiss sie sich auf den Rücken. 

    Etwas später als sie die Nase voll hatten, überquerten sie die Straße direkt vor uns, um auf die andere Seite zu laufen. So ein cooler Moment, einfach direkt vor uns. Nicht mal ein Meter von uns entfernt.

    Elefanten Yala Nationalpark
    Hier hat der schwarze Elefant sich die Wurzeln raus gezogen und auf den Kopf geschmissen

    Eine ganze Weile keine Tiere 

    Wir sind eine ganze Weile gefahren und weit und breit nur ein paar Kolibris und Rehe zu sehen, aber keine weiteren Tiere. Aber das machte gar nichts, wir waren jetzt schon richtig erschöpft von den ganzen Eindrücken. So konnten wir mal durchatmen, einfach genießen und um uns herum die Natur aufsaugen. Die Landschaft wechselte so oft in dem Park, Wahnsinn. Von ganz kahler, üppiger, trockner Landschaft, zu Wasserquellen, Büschen und vielen Bäumen. Wir fanden die Kolibris extrem schön, sie saßen ganz viel in den Ästen oder flogen vor dem Auto. 

    Eine ganze Elefanten Familie 

    Umgeben von trockenen Büschen und einem großen Baum suchte eine Elefanten Familie Schatten und stellten sich unter. Hier sahen wir gleich vier Elefanten und das kleinste legte sich sogar hin. Es standen viele Jeeps um uns herum und die Leute beobachten die Dickhäuter. Wir hätten stundenlang stehen können und einfach deren Verhalten beobachten können. 

    Elefantengruppe im Yala Nationalpark
    Eine Elefantenfamilie die Schatten sucht

    12-14 Uhr Mittagspause im Yala Nationalpark 

    Von 12-14 Uhr ist Ruhezeit im Park und da dürfen keine Autos fahren. In dieser Zeit machten wir eine Mittagspause und stellten uns in einen kleinen Wald, der Schatten spendete. Janaka packte seine selbstgemachten Currys und Reis aus. Dazu gab es Papadam, frische Früchte und Gemüse. Während wir uns sehr zaghaft unsere Teller aufgefüllt haben, sagte er, „ihr könnt euch mehr aufmachen, das ist alles für euch, ich habe mein eigenes Essen, weil ich es scharf mag“. Es war so lecker, wir haben alles verputzt und er guckte ganz erstaunt. Er sagte, „ich sehe, ihr esst gerne Sri Lankanisch“. Nickend stimmten wir ihm zu uns sagten, dass wir es lieben. Er erzählte uns, dass viele es nicht aufessen und er deshalb weniger gemacht hat. 

    Als wir aufgegessen haben, sind wir noch bisschen gelaufen und waren hier auf der Toilette. In dem Wald wimmelte es von Affen, wir sollten schon beim Essen aufpassen, allerdings waren da noch keine. Während wir da so rumliefen, haben wir sie scheinbar angelockt. Es dauerte nicht lange und als wir am Jeep waren, kamen immer mehr Affen. Erst ein, zwei, dann eine ganze Bande. Sie kletterten auf dem Auto rum und kamen teilweise rein. Gut das wir alles weggepackt haben.

    Während die Racker sich auf den Bäumen verteilten und wir einen Powernap im Jeep machten, waren wir richtig fit für die zweite Hälfte der Safari. 

    10-15 Minuten gefahren, direkt vor dem Jeep, ein Leopard

    Das wir nochmal so ein großes Glück haben, hätten wir nicht gedacht. Janaka riss das Fenster auf und rief ,“ ein Leopard“. Mitten auf dem Weg, direkt 5 Meter vor uns. In einer Seelenruhe, rollte er sich hin und her, spielte und nahm uns wenig später wahr. 

    Alle waren auf Alarmbereitschaft, neben uns hielt noch ein Jeep. Wir holten unsere Kamera raus und versuchten die bestmöglichen Bilder zu schießen. Er fauchte etwas, saß dann einen Moment und verschwand hinter dem Baum. Nun lief er über die Straße zu den Büschen und suchte sich ein schattiges Plätzchen. Wir hatten echt nochmal ein Leoparden gesehen. Glücklicher hätten wir echt nicht sein können, das war ein noch schönerer Moment als am Morgen. Er lag einfach vor uns und während ich das hier schreibe, bekomme ich eine Gänsehaut. 

    Leopard Yala Nationalpark
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    Pause an einer Wasserquelle

    Wir machten gegen 16 Uhr eine Pause an einer Wasserquelle, Janaka reichte uns Melone nach hinten. Plötzlich hörten wir laute Geräusche, wir fragten ihn was das für ein Tier ist. Er sagte, „das sind Elefanten, die kommunizieren“. Es war aber nicht dieses törö was man im Kopf hat, wenn man an einen Elefanten denkt, sondern eher wie ein lautes durchgängiges trüüü.  Wir hatten grad aufgegessen als er den Jeep startete und losfuhr. Wenig später kamen wir an eine Wasserquelle, dort sind sie direkt auf uns zu gelaufen. Zwei große Elefanten und zwei ganz kleine. Wir fragten ihn, was er glaubt, wie alt der kleinste ist. Er vermutete vier, maximal fünf Wochen.

    Das sie wenig später im Gebüsch verschwanden, fuhren wir weiter, sie sind da hingelaufen, wo wir herkamen. Wir sagten zu Janaka ,„stop, sie laufen da hin zurück, wo wir vorhin standen, wir sehen sie durch die Sträucher“. Er wendete und wir fuhren an die Wasserquelle zurück. 

    Elefanten Badespaß 

    Die ganze Familie und die zwei kleinen Babys nahmen hier eine Dusche, spielten mit dem Rüssel im Wasser. Sie liefen durch die Beine Ihrer Mutter, kippten immer wieder um und versuchten irgendwie aus dem Wasser aufzustehen. Es war so ein, ohhh Moment und einfach zuckersüß. 

    Elefanten beim baden
    Hier planschen zwei Elefanten Mütter mit Ihren Babys

    Auf der Suche nach einem Lippenbären

    Das einzige, was uns auf der Safari durch den Yala Nationalpark noch fehlte? Lippenbären. Die hatten wir bisher gar nicht gesehen, sind wohl auch nicht so einfach zu finden, weil es davon nur wenige im Park gibt. 

    Janaka erzählte uns aber, dass die Bären meistens an zwei Wasserquellen trinken gehen und wir an beiden ran fahren werden. An der einer Quelle, wo wir hielten, war leider kein Bär zu sehen, aber dafür sahen wir das erste Mal einen Pferdehirsch. Die sind sehr schreckhaft und rennen sehr schnell los.

    Wenig später fuhren wir zur zweiten Wasserquelle, hier blieben wir stehen, beobachteten, aber nichts. Weit und breit kein Bär, Janaka war trotzdem genauso glücklich wie wir über den Tag. Er erzählte uns, dass es für ihn trotz der vielen Jahre, die er auf Safari ist, jedes Mal ein Highlight ist einen Leoparden zu sehen. 

    Fazit zum Yala Nationalpark

    Schon lange stand eine Safari auf unserer Reise Bucketliste. Im Yala Nationalpark haben wir dann endlich eine gemacht. Im Fokus steht hier der Leopard, deshalb sind wir auch hauptsächlich hier hingegangen und nicht in einen der anderen 21 Nationalparks, die es in Sri Lanka gibt. Wir wurden nicht enttäuscht und haben sogar schon nach wenigen Minuten im Park einen Leoparden gesehen. Die Auswahl des richtigen Fahrers war hier wahrscheinlich das allerwichtigste. Mit Janaka haben wir definitiv alles richtig gemacht. Durch seine Erfahrung und Kontakte zum Park haben wir ein tollen Tag gehabt. Das wir gleich zweimal Leoparden gesehen haben, war natürlich ein absolutes Highlight für uns. 

    Zwischendurch haben wir uns gefragt, ob ein ganzer Tag nicht zu viel ist, aber im Nachhinein war es genau richtig und wir würden auch jedem empfehlen eine Ganztagessafari zu machen. Es ermöglicht sehr viel Tiere zu sehen. 

    Diese Tiere haben wir gesehen:

    • Elefanten
    • Leoparden
    • Affen
    • Krokodile
    • Wasserbüffel
    • Warzenschweine
    • Pferdehirsche
    • Rehe
    • Pfauen
    • Kolibris, Bienenfresser, Buntstörche, Adler, Schlangenhalsvögel und Nashornvögel
    Kokosnuss Kasse

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