Tongariro Alpine Crossing • Neuseelands schönste Tageswanderung

Wir wanderten eine der beliebtesten Tageswanderungen in Neuseeland, den Alpine Crossing, im Tongariro Nationalpark. Die Wanderung war einer unserer schönsten, die wir gemacht haben. Der Weg ist 19,4 Kilometer lang und führt vorbei an den Soda Springs, Emirald Lakes, dem Blue Lake, dem südlichen Krater, dem roten Krater und Mount Ngauruhoe. Der Berg Ngarauhoe ist bekannt als der Schicksalsberg und diente als Filmkulisse von Herr der Ringe. 

Ganz egal, ob Fan von Herr der Ringe, oder Wanderliebhaber, der Weg ist atemberaubend, auch wenn er stellenweise anstrengend ist. Spätestens nach 10 Kilometer, am roten Krater, auf 1886 Meter Höhe, weiß man, wofür man losgelaufen ist. 

In diesem Beitrag schreiben wir alles zur Vorbereitung auf die Wanderung des Alpine Crossing, wie du am besten hinkommst und welche Highlights dich erwarten.

1. Allgemeine Infos zum Alpine Crossing im Tongariro Nationalpark

Zeitplanung

Der gesamte Weg ist 19,5 Kilometer lang und dauert in der Regel 7-8 Stunden.

Am besten, du gehst schon früh morgens los, damit du nicht zu spät wieder zurück bist. Wir sind ca 8 Uhr losgelaufen und waren nach 7 Stunden fertig. 

Fitness

Der Wanderweg ist anspruchsvoll, mit Geröll und verschiedenen Steigungen. Sei dir sicher, dass du mindestens ein moderates Fitnesslevel hast.

Am Anfang fanden wir es noch gut, aber die letzten 5 Kilometer waren echt nicht mehr schön. 

Wetter

Habe unbedingt das Wetter im Blick, am besten du schaust ein oder zwei Tage vorher mal den Wetterbericht an.

Sollte es den ganzen Tag regnen, raten wir davon ab, die Wanderung zu machen.

Der Wetterbericht sagte bei uns voraus, dass wir morgens noch Regen haben und es sich später aufklären soll. Ab mittags hatten wir das schönste Wetter und die Sonne kam raus.

Anreise

Da der Weg nicht im Kreis führt, solltest du ein Shuttle Bus buchen*. Das kannst du vorab, online, bei Getyourguide machen.

Vielleicht kennst du jemanden, der dich fahren kann, so könntest du auch wieder abgeholt werden.

Kleidung

Das Wetter kann sehr wechselhaft sein und vor allem morgens ziemlich frisch. Für alle Fälle raten wir dir, dich im Zwiebellook zu kleiden.

Verpflegung

Damit du bestmöglich vorbereitet bist, raten wir dir mindestens 2 Liter Wasser (Wasserflasche*), Snacks, Brote und Obst einzupacken.

Da es auf dem gesamten Weg keine Mülleimer gibt, nehme unbedingt dein Müll wieder mit. Es gibt auch kein Toilettenpapier.

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2. Etappen auf die du dich freuen kannst beim Alpine Crossing im Tongariro Nationalpark 

Tongariro Alpine Crossing

Parkplatz Soda Springs

4,7 Kilometer 

South Crater

Soda Springs South Crater

1,5 Kilometer

Alpine Crossing

South CraterRed Crater

2 Kilometer

Emerald Lakes

Red Crater Emerald Lakes

0,6 Kilometer 

Blue Lake Tongariro Nationalpark

Emerald Lakes Blue Lake

1,4 Kilometer

Ketetahi Hut

Blue LakeHot Springs

2,8 Kilometer

Nordinsel Top 5 und Route

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    3. Unsere Wanderung und Erfahrung mit dem Alpine Crossing

    Wir waren echt aufgeregt, weil wir so viel hörten über diese Wanderung und ehrlich gesagt hat man sich auch echt selber bisschen verrückt gemacht. Vorher hatten wir gelesen, dass es eine der härtesten Wanderungen sein soll und man ständig auf dem Weg gewarnt wird. Dort stehen dann Schilder, die aufklären, was man alles einpacken soll, wie man gekleidet sein sollte, ob es das richtige Wetter dafür ist, usw. Also Fragen über Fragen und wenn wir ehrlich sind, ist es auch etwas übertrieben. 

    6 Uhr, der Wecker klingelte

    Der Wecker klingelte um 6 Uhr, wir machten uns noch Frühstück, haben unseren Kaffee getrunken, haben uns noch ein paar Brötchen geschmiert und dann ging es los. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg zum Shuttle Bus, der uns um 7:15 Uhr in der Nähe unserer Unterkunft abholte.

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    Es war echt frisch, neblig und es regnete. Wir warteten gute 10 Minuten an der Haltestelle mit weiteren Wanderern und dann fuhren wir zum Startpunkt des Alpine Crossing im Tongariro Nationalpark. 

    8 Uhr,  wir machten uns auf den Weg 

    Der Moment als wir in dem Bus saßen und der Busfahrer uns erzählte, dass mindestens 2 Mal die Woche jemand mit dem Hubschrauber gerettet werden muss, machte uns kurz etwas nachdenklich. Die Frage ist, wie geht sowas? Er erzählte uns, dass viele das Wetter und die Fitness unterschätzen und dass einer für die Wanderung schon mal 18 Stunden brauchte. Gut, jetzt konnten wir verstehen, wie sowas gehen kann. Es hat aber auch schon jemand die Wanderung in 2 Stunden geschafft. Der Busfahrer ging den Alpine Crossing mit seiner 80- jährigen Mutter innerhalb von 10 Stunden, also alles, was wir darunter liegen sollte unserem Alter entsprechen. 

    So nun war es so weit, wir stiegen aus dem Bus, schauten auf das erste Schild, dass uns den Hinweis gab, dass das Crossing heute eigentlich nicht empfohlen wird. 

    Tongariro Alpine Crossing
    Wie man sieht, sieht man nichts
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    Überall Nebel 

    So liefen wir los, inmitten eines mystischen Weges, alles war zugezogen, neblig, nass und einfach nur grau. Wir fragten uns, ob das Wetter noch besser werden kann oder ob uns das Erlebnis vom Alpine Crossing noch richtig versaut wird. Seien wir mal ehrlich, wer wandert schon gerne zum Schicksalsberg, ohne eine Sicht darauf zu haben?

    Der Weg ist aber wirklich super, auf dem Boden sind viele Holzstege, die das Laufen vereinfachen und man nicht durch Schlamm läuft.

    Tongariro Alpine Crossing
    Überall Nebel, wir haben wirklich gar nichts gesehen

    Gute 45 Minuten liefen wir schon den Alpine Crossing 

    Nach den ersten Kilometern und guten 45 Minuten stießen wir auf ein Hinweisschild, auf dem stand, dass man umdrehen soll, wenn das Wetter schlecht ist. Ja klar, das kann man machen, aber es war weder stürmisch noch hatten wir das Gefühl abbrechen zu müssen. Also liefen wir weiter und waren guter Dinge, dass das Wetter besser wird.

    Soda Springs

    Die erste Stunde war um, als wir bei den Soda Springs vorbeikamen. Ein Wasserfall, der etwas abseits vom normalen Weg liegt und etwa 300 Meter Umweg in Anspruch nimmt. Noch waren wir fit, sodass wir hochgelaufen sind. Viele sind weiter gelaufen und hatten gar kein Interesse daran, als wir uns umdrehten, wussten wir auch warum. Der Nebel war wieder so stark, so hat man den Wasserfall vom Weg gar nicht mehr erkennen können.

    5 Kilometer geschafft und Treppen hoch

    Wir machten immer wieder kleine Trinkpausen, das Wetter war nach wie vor grauenhaft, aber irgendwie hatte es auch was mystisches, denn wir haben nicht ansatzweise erahnen können, was uns erwartet. 

    Die Toilette rief auch so allmählich und da gab es auch ein Hinweisschild, warum da?  Keine Ahnung, aber da stand drauf, dass der einfache Weg nun vorbei ist und es zunehmend anstrengender wird. Treppen haben auf uns gewartet, es ging ordentlich bergauf. 

    Wie auf dem Mond 

    Nach der Anstrengung mit den Treppen kam nun ein kleiner Teil, wo es etwas flacher war und die Landschaft sah aus wie auf dem Mond, so unglaublich kahl, überall graue Kieselerde und durch den Regen spiegelte es sich. Alles was auf dem Weg lag haben wir nur in kurzen Distanzen gesehen, denn es war so neblig, dass wir unsere eigene Hand vor Augen nicht sahen. 

    Nach einer kurzen Pause, sind wir zum südlichen Krater gelaufen, wir waren nicht mehr weit weg vom roten Krater und konnten schon einen Blick erhaschen. Als hätten wir das Wetter so bestellt, zogen für einen kurzen Moment alle Wolken weg. Das mussten wir schnell ausnutzen für ein paar Bilder. Boah, was waren wir glücklich, es war mittlerweile auch schon kurz vor 11 Uhr, ab mittags sollte die Sonne raus kommen. Doch so schnell die Wolken weg waren, so schnell kamen sie aber auch wieder. Als andere Wanderer nach oben kamen, war gar nichts mehr zu sehen. 

    Tongariro Alpine Crossing
    Wir kommen den Kratern immer näher
    Tongariro Alpine Crossing
    Südlicher Krater und wir hatten Glück das die Wolken wegzogen
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    Nach 8,2 Kilometer am roten Krater 

    Pünktlich zur Mittagszeit und nach 4,5 Stunden, standen wir nun am Gipfel des roten Kraters auf 1868 Meter Höhe. Das ist der höchste Punkt auf dem Alpine Crossing. Hier haben wir unsere Mittagspause eingelegt und unsere belegten Brötchen gegessen.

    Wie verrückt, als genau in diesem Moment, wo wir völlig erschöpft dort an einem Stein saßen, die Wolkendecke aufriss und die Sonne rauskam. Nun hatten wir das beste Wetter, besser geht es eigentlich nicht. Wir hatten ein bisschen Bedenken, dass es sich gleich wieder zuzieht und sind relativ zügig den restlichen Weg nach oben gelaufen. Auf der Spitze sieht man nämlich die schönen Emerald Lakes, die mit ihren blauen Farben ein Eyecatcher sind. 

    Roter Krater Alpine Crossing
    Am roten Krater angekommen und die Sonne kam raus

    Emerald Lakes und Blue Lake • schönster Teil des Tongariro Alpine Crossing

    Die wunderschönen Kraterseen und der große blaue See im Hintergrund sind einfach eine Augenweide. Hier hätten wir echt stundenlang stehen können. Zumal wir ja echt Glück hatten, dass wir sie überhaupt sehen konnten, dank des Wetterumschwungs. 

    Was aber noch viel surrealer an dem Ort ist, das die Natur hier echt alles auf einem Fleck gepackt hat. Vulkankrater, wo man in das innere schauen kann, die Kraterseen, im Hintergrund qualmt und zischt es. Dieser Ort und insbesondere die Wanderung ist eines der schönsten Erfahrungen, die wir je gemacht haben. 

    Steiler Abstieg nach unten

    Jetzt stand noch mal ein anspruchsvoller, steiler, Weg nach unten an, denn wir mussten durch viel Geröll laufen. Wir sind mehr geschlittert, als dass wir richtige Schritte machen konnten. Spätestens hier war waren wir froh über die Wanderschuhe.

    Während wir den Emerald Lakes immer näher kamen und der rote Krater hinter uns lag, wurde der Weg auch allmählich wieder besser und wir konnten normal laufen. Natürlich mussten wir aber an der dampfenden Quelle nochmal stehen bleiben, weil es einfach so verrückt ist. 

    Pause am Blue Lake

    Obwohl wir nicht weit gekommen sind, musste am Blue Lake einfach eine Pause eingelegt werden. Der See ist unglaublich einladend, man konnte sich wunderbar an den üppigen Büschen anlehnen und wenn man sich umdrehte, sogar noch auf den roten Krater blicken. 

    Wir hatten uns gefragt, warum man die ganzen anderen Wanderer vom Morgen nicht mehr sieht und dann ist uns aufgefallen, dass wir doch relativ schnell waren. 

    Schicksalsberg Herr der Ringe Tongariro Alpine Crossing
    Nochmal der Blick zurück zum roten Krater – leider versteckt sich dahinter der Ngarauhoe (Schicksalsberg)

    Halbzeit und weitere 10,4 Kilometer warteten auf uns

    Wir machten uns bereit, nach unserer Pause am See und gingen unsere letzten 10,4 Kilometer. Ab jetzt wurde es eigentlich nur noch anstrengend. Die Beine waren schon erschöpft von dem Auf und Ab, unser Körper war müde, aber dafür war die Sonne draußen und uns war angenehm warm. 

    Endlich hat man auch mal den Weg gesehen, den hatte man ja am Morgen nur erahnen können. Man merkte auch, umso näher man am Ziel ist, desto mehr hat sich die Landschaft auch verändert. Zwischendurch kamen wir wieder an heißen Quellen vorbei und blickten ins Tal, unserem Endpunkt der Wanderung.

    Die letzten 6,5 Kilometer

    Der restliche Weg war irgendwie sehr eintönig, auch wenn man die ganze Zeit runter ins Tal schauen konnte und dabei den großen See im Blick hatte. Wir konnten irgendwie nicht mehr so motiviert weiter laufen, wie am Anfang. 

    Ketetahi Hut
    Blick ins Tal
    Ketetahi Hut
    heiße Quellen auf dem Weg nach unten

    Nach 7 Stunden sind wir am Ziel angekommen 

    Der letzte Teil ging nochmal durch einen Wald, wir liefen an einem Fluss vorbei und dann sind wir nach 7 Stunden, um 15 Uhr, am Parkplatz angekommen. Der Bus kam 15 Minuten später und wir blickten in unsere müden Gesichter, aber waren auch mega stolz und glücklich. 

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    Kokosnuss Kasse

    Wir freuen uns über Unterstützung

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