Reisebericht Mekong Delta • Unsere 9,5 stündige Tour mit Linh 

Wenn man uns fragt, was das Beste an unserer Vietnam Reise war, dann die Tour mit Linh durch das Mekong Delta. Nicht nur, dass das Mekong Delta schon lange auf unserer Liste stand, sondern weil sie als Mensch die ganze Tour noch authentischer machte. In unserem Reisebericht entführen wir dich ins Mekong Delta und schreiben über unseren Tag mit unvergesslichen Momenten. 

Inhaltsverzeichnis: Was ist das Mekong Delta Ι Wo starten Touren in das Mekong Delta Ι Unsere Unterkunft Ι Unsere Reisebericht

Mekong Delta Tour Can Tho
Unser Reisebericht durch das Mekong Delta – “ Macht mal ein Herz“, sagte Linh 🙂
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Was ist das Mekong Delta ?

Bevor wir aufs Boot steigen und dich an unserem Tag Teil haben lassen, erklären wir erstmal kurz was das Mekong Delta überhaupt ist.

Es besteht aus einem Labyrinth verschiedener kleiner Flüsse und liegt im Süden Vietnams. Genau genommen in dem Örtchen Can Tho. Etwa 20 % der vietnamesischen Bevölkerung lebt am Mekong Delta. Das Gebiet rund um den Fluss ist ein wirtschaftlich wichtiger Ort, denn hier wird viel Reis angebaut und Fisch verkauft. Auf dem Floating Markt, also den schwimmenden Märkten, werden jeden Tag zu früher Stunde alle möglichen Waren verkauft. Die Menschen in der Stadt kommen hier her, um für ihren Laden oder für die Gastronomie einzukaufen. Rund um das Mekong Delta leben einige Menschen, hier ist das Boot eines der wichtigsten Transportmittel.

Auch die vielen Flüsse, Sümpfe, Flora und Fauna sind hier einzigartig und spannend. Bei einer Bootstour kann man das Leben am Mekong Delta authentisch kennen lernen und wenn man die richtige Tour wählt sogar noch einiges mehr erfahren.

Wo gehen Touren zum Mekong Delta los ?

Die meisten Touren starten von Can Tho, man kann aber auch von Ho Chi Minh Touren buchen. 

Wenn du eine Tour von Ho Chi Minh machst, dann musst du mit einem etwas längeren Anfahrtsweg rechnen als von Can Tho. Von Can Tho ist der Ausgangspunkt ideal und man muss nur etwa 20-30 Minuten fahren, statt mehrerer Stunden. Wir haben einen Tipp für die Tour mit Linh bekommen und müssen sagen, dass wir es nicht bereuen. 

Tour ab Can Tho: Wir können dir die Tour mit Linh nur ans Herz legen, sie ist super lieb, lustig und die Erfahrung mit ihr war sehr authentisch. Aktuell (8/22) hat sie mehrere Jobs, auf Grund der Einnahme Einbrüche von Corona. Deswegen ist es wichtig ihr schon frühzeitig Bescheid zu geben, dass du eine Tour mit ihr buchen willst. Dafür packen wir hier mal ihre WhatsApp Nummer rein: +84706662440. Einfach anschreiben, du bekommst relativ schnell eine Rückmeldung mit allen Einzelheiten zur Tour. 

Kurze Info wie es bei uns war: Abholung an der Unterkunft, Roller wurde gestellt, Frühstück – und  Mittagspause, Floating Markt, Obst auf dem Markt gekauft und Bootstour über den Mekong Delta. Kosten pro Person ca. 45 €. 

Tour ab Ho Chi Minh: Du kannst auf Getyourguide* eine Tour buchen. Hier kannst du den Tag frei wählen und vorab online buchen. Meistens wird man am- oder in der Nähe des Hotels abgeholt.

Es gibt sogar eine 2- Tägige Tour* oder eine Kombitour Chu Chi Tunnel & Mekong Delta Tour* 

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Unterkunftsempfehlung am Mekong Delta

Wenn du eine Tour ab Can Tho machst, können wir dir das Magnolias Hotel* empfehlen. Im Magnolias waren wir für drei Nächte und damit der perfekte Ausgangspunkt für die Tour. Man ist mitten in der Stadt und das Hotel hat sogar ein kleines Café unten. Es gibt eine Straße mit unzähligen vegetarischen Restaurants und Garküchen. Abends ist auch der Pho di Bo Ninh Kieu Nachtmarkt, wo es auch einige Garküchen gibt. Supermärkte und ATM sind auch ganz in der Nähe. 

Unterkunft in Can Tho
Reisebericht Mekong Delta – Das war unser Zimmer, klein aber fein-

Reisebericht Mekong Delta – Unsere Tour mit Linh

4:30 Uhr, der Wecker klingelt

Der Wecker machte sich bereit und wir waren es eigentlich nicht, weil wir todmüde waren. Da wir wussten was uns erwartet, waren wir aber relativ schnell raus aus dem Bad, zackig Zähne geputzt und angezogen. Wir haben die letzten Sachen eingepackt, Sonnenmilch, Hut, Mosiktospray und Sonnenbrille. 

5:15 Uhr, Linh holte uns ab 

Um 5 Uhr gingen wir runter, setzten uns vors Hotel, tranken unseren Kaffee, den wir uns gestern holten und warteten. Es war schön warm, noch dunkel und unser Roller wurde schon für uns hingeschoben. Wir malten uns schon aus wie die Tour wird und freuten uns das Linh uns abholte. 

Sie kam mit ihrem Roller angefahren und hinten darauf noch eine Frau. Sie hieß Luise, war im selben Alter wie wir und machte die Tour mit uns. Wir waren also zu viert, voll cool. 

Auf die Roller

Wir machten uns fertig, Marius zog sich noch seine Jacke an, dann setzten wir die Helme auf und in den frühen Morgenstunden ging es los. Es war immer noch dunkel, der Verkehr verhältnismäßig ruhig und ich genoss den warmen Wind auf meiner Haut. An der Ampel sagte Marius, „ach ist ja voll angenehm grad zu fahren, so wenig Verkehr“. 

Floating Markt

Zuerst fuhren wir zum Floating Markt, hier stellten wir unsere Roller ab und gingen gemeinsam zum Boot. So cool, es ging an einer kleinen Gasse vorbei. Ein Mann wartete schon auf dem Boot, wir sollten uns alle etwas verteilen und Schwimmwesten anziehen. Es ging los, der Motor fing an zu rattern und das Boot schipperte los. Die Sonne ging hinter uns auf, aber es war immer noch nicht zu warm, eher angenehm. 

Wir unterhielten uns mit Linh, sie zeigte uns wie die Menschen am Markt arbeiten und zum Teil leben. Sie sagte, dass Leute hier hinkommen, um das Obst/ Gemüse dort zu kaufen, um es in der Stadt zu verkaufen. Entweder, weil sie einen Laden haben oder in der Gastronomie beschäftigt sind.

Es ist super interessant was alles auf den Booten passierte, wie die Menschen ihre Wäsche gewaschen haben, ein Hund der vorbei fahrende Boote beobachtete und ein Mann der in der Hängematte lag. Wir waren richtig zufrieden das wir nur zu viert waren, so konnten wir viel intensivere Gespräche mit Linh führen und sie ganz viel fragen.

Beste Auslandskrankenversicherung

Auch auf einer Reise sollte man sich bestmöglich absichern, denn wenn man nicht auslandskrankenversichert ist, kann es zu hohen Ausgaben kommen. Wähle am besten eine gute Auslandskrankenversicherung die weltweit greift.

Suppe zum Frühstück 

Nachdem wir eine gute halbe Stunde am Floating Markt waren, ging es zurück zu den Rollern und wir fuhren zum frühstücken in ein kleines Restaurant. Hier bekamen wir eine richtig leckere Nudelsuppe und dazu einen kräftigen vietnamesischen Kaffee. Lecker, sowohl die Suppe als auch der Kaffee. Linh hatte keine Milch dabei und er war sehr stark, sie ist dann rübergegangen um Milch zu kaufen, richtig lieb.

Lokaler Markt  

Linh ist mit uns zu einem lokalen Markt gefahren, hier zeigte sie uns jede Menge Stände. Wir konnten wirklich alles Mögliche sehen. Angefangen bei Leuten die Fische zerhackten bis hin zu unzähligen Obst und Gemüseständen. Sie zeigte uns Obst, das wir noch nicht kannten, wir konnten selber Kokosnuss raspeln und anschließend probieren.

Dann kamen wir vorbei an einem Stand der Kautabak verkaufte, sie ließ uns riechen und war ganz erstaunt das wir es erraten haben. Lustigerweise kribbelte meine Nase danach so sehr, dass ich paar mal richtig niesen musste. 

Boah und dann kamen wir an einen Stand, das war einfach das Leckerste. Eine süße Spezialität die Gummiartig schmeckte, sie war grün und weiß, sah aus wie Spaghetti. Es schwamm in süßer Kokosmilch, oh mein Gott war das lecker. 

Der Einblick war auf jeden Fall super lehrreich und informativ. Wir nahmen auch ein bisschen Obst mit, um es später zu probieren. 

 Bootstour über den Mekong Delta 

Anschließend fuhren wir mit dem Roller weiter an einen Bootsanleger. Hier wartete ein Herr, den Sie kannte. Wir schipperte nun mit dem Boot entlang kleiner Flüsse des Mekong Deltas. Wir bekamen alle Kegelhüte, damit erst so richtig Stimmung aufkam. Unsere Gespräche auf dem Boot waren so cool, wir haben die Früchte vom Markt gegessen und uns dabei über unsere Esskulturen ausgetauscht. Schließlich saßen wir alle da als würden wir mit Freunden einen Ausflug machen. Es fühlte sich so vertraut und schön an. Wir zeigten Linh bei Google, was wir in Deutschland essen, sie sagte dann, „man, ihr esst aber viel Kartoffeln“. Alle mussten lachen und wir erzählten ihr dann, dass deutsche den Spitznamen, deutsche Kartoffel weg haben. 

Leben am Mekong Delta 

Während der Fahrt mussten wir uns immer wieder ducken, weil die Brücken teilweise so tief hingen, dass man kaum durch passte. Um das Boot nach unten zu drücken, sollte Marius ab und zu nach hinten, um das Gewicht zu verlagern. 

Wir kamen an ein paar Häuser vorbei, hier lebten Familien, an dem einen Haus schlief jemand in der Hängematte, an dem anderen war eine Frau die Wäsche gewaschen hatte. Doch dann kamen wir bei einem Haus vorbei, wo eine ältere Dame lebt. Linh sagte dem Bootsmann, dass er halten soll, damit sie uns das Haus zeigen kann. 

Die ältere Dame lebt dort ganz alleine, ihr verstorbenes Kind und Mann sind aber ganz nah bei ihr. Draußen sind zwei Gräber, eines wo ihr Mann und Kind liegt. Hört sich erstmal vollkommen verrückt an und in der Stadt auch undenkbar, jedoch auf dem Dorf erlaubt. 

Wir stöberten durch ihren Garten, pflückten eine Kokosnuss, teilten sie uns alle und gingen dann in das Haus der Dame. Linh zeigte uns wie sie isst, schläft und fragte uns anschließend ob wir nicht etwas vermissen. „Ja, die Toilette und Dusche“, sagten wir. Die ist komischerweise getrennt voneinander und draußen. Auf einer Art Plumpsklo muss die Dame draußen ihr Geschäft machen und das über den Fluss. Es fällt quasi gleich alles dort rein. Die Dusche war in einem separaten Häuschen, es sah aus wie ein kleiner Schuppen. Zum Schluss gingen wir noch in die Küche, hier bereitete sie sich schon ihr Essen vor und schälte Möhren. 

Altes Haus im Mekong Delta
Reisebericht Mekong Delta – Das Leben am Fluss –

Ein Stück durch die Natur

Wir machten uns ein Stück zu Fuß auf und gingen am Fluss entlang durch das Dorf, man winkte uns zu und die Leute freuten sich das Touristen durch das Örtchen liefen. Linh zeigte uns ein paar Früchte die hier wachsen, unter anderem Bananen, Limetten Bäume, Pfefferpflanzen und Durian Bäume. 

Zum Boot zurück 

Wir liefen zum Boot zurück und fuhren weiter. Als wir so durch den Fluss schipperten, sagte Linh, dass wir nun an den schönsten Teil ihrer Tour vorbeikommen. Hier war eine ganze Allee von Palmen und wir in der Mitte.

Mittags, 12:30 Uhr 

Zur Mittagszeit waren wir zurück und holten unsere Roller, Linh sagte, dass die Tour eigentlich zu Ende ist, aber sie noch eine Überraschung hat. Ob wir Lust haben noch eine kleine Roller Tour zu machen? Na aber klar doch. Wir schmierten uns noch mit Sonnenmilch ein, denn es ging für eine Stunde auf den Roller. Sie fuhr vor, wir hinterher, wie die ganze Zeit schon.

Eigentlich fuhren wir nochmal die gleiche Strecke mit dem Roller wie schon auf dem Boot. Nur das wir jetzt nochmal die Möglichkeit hatten den Ort etwas näher zu sehen. Ich mehr als Marius, weil er fahren musste, aber es gefiel uns beiden gut. Aber Halleluja der Asphalt, man kann es eigentlich nicht Straße nennen, es war ein Gehweg. Der war so eng, kaputt, hatte teilweise Schlaglöcher und einmal bin ich hinten vom Moped, wie ein Flummi, hochgesprungen.

Mittagessen 

Linh fuhr mit uns zu einem kleinen Restaurant, in dem waren wir alle unabhängig voneinander, am Tag davor schon. Sie wollte weiter fahren, weil wir es ja schon kannten. Alle meinten, nein, kein Problem, wir können hier essen. Es schmeckte ja gut also warum woanders hin. 

Wir unterhielten uns am Tisch über Gott und die Welt, sie erzählte uns das viele Frauen sich die Nase und Augen operieren lassen. Ausgerechnet waren zwei Damen in dem Restaurant wo sie uns das zeigte. Interessanterweise erzählte sie uns schon beim Frühstück, dass Frauen sich extra eine Behandlung geben lassen, um weiß zu sein. Echt krass wie unterschiedlich Kulturen sein können und vor allem welche Schönheitsideale manche anstreben. 

Es ist Zeit, tschüss zu sagen

Leider war die Zeit dann auch schon rum, auch wenn wir uns hätten noch Stunden weiter unterhalten können. Linh brachte Luise noch zu ihrer Unterkunft und anschließend uns. Mit einer dicken Umarmung und einem tollen Tag, an dem wir so viel lernten, mussten wir uns nun verabschieden. 

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Kokosnuss Kasse

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