Magnetic Island • Die Insel der einsamen Sandbuchten, Koala und Wallabies

Das kleine Inseljuwel Magnetic Island befindet sich um die Ecke von Townsville, vor der Ostküste in Queensland. Neben einigen einsamen Strandbuchten, kannst du hier verschiedene Wanderungen unternehmen und Koala in ihrem natürlichen Lebensraum sehen. Auch Wallabies und Lorikeet Vögel sind hier beheimatet. 

Du kommst von Townsville innerhalb von 20 Minuten auf die Insel und kannst einen oder mehrere Tage bleiben. Wir sind für einen Tagesausflug rübergefahren und hatten einen richtig schönen und erfolgreichen Tag. 

In diesem Beitrag erfährst du alles zur Anreise, Kosten, Fortbewegung, Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswertes.l

Anreise auf Magnetic Island 

Der einfachste und unkomplizierte Weg ist die Überfahrt mit der Fähre. Die verkehrt mehrmals täglich, ab 5:30 Uhr bis 21:20 Uhr und fährt nur 20 Minuten. Hier muss man aber auch auf die Ferienzeiten achten. Es gibt zwei Anbieter, Sealink und Magnetic Island Ferry. Der Unterschied ist, dass Sealink eine reine Passagierfähre ist. Die Magnetic Island Ferry ist eine Autofähre und legt auch woanders an. Wir empfehlen dir die Sealink zu nehmen, Tickets bekommst du auch vorab online* und kosten ca. 25 € p.P.  Mit dem Auto rüberzusetzen, empfehlen wir dir nur, wenn du vorhast mehrere Tage zu bleiben, denn die Autofähre ist mit 200 AUD deutlich teurer.

Adresse von der Fähre: Townsville City Queensland 4810

Abfahrtszeiten: Montag bis Sonntag 5:30 (nicht in den Ferien), 7:45, 8:45, 9:30,10:30,11:40, 13:00, 14:15,15:50, 16:30, 17:25 (nicht in den Ferien),18:00, 19:30, 21:20 

Ticket online buchen: Kauft man die Tickets vorab online*, kann man ein bisschen Geld sparen. Wir haben uns die online gekauft, aber mussten sie am Terminal nochmal gegen richtige Papierkarten eintauschen. 

Sealink Ferry Townsville
Sealink Fähre am Breakwater von Townsville

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Fortbewegung auf Magnetic Island

Bus als günstige Variante: Wenn du dich auf der Insel mit dem Bus fortbewegst, hast du die günstigste Variante gewählt. Sobald du von der Fähre kommst, steht im besten Fall schon der Translink (Sunbus) 250 bereit. Der fährt den ganzen Tag von A nach B über die gesamte Insel und hält an den wichtigsten Stränden und Wanderwegen. 

Bustickets: Eine einfache Fahrt kostet 2,40 AUD, die Tageskarte kostet 4,80 AUD und ist sinnvoll, wenn du auch den ganzen Tag über die Insel düsen willst. So musst du sie immer nur beim Fahrer vorzeigen. Kartenzahlung ist hier leider ausgeschlossen, also unbedingt Bargeld einstecken.

Abfahrtszeiten: Der Bus fährt Montag bis Sonntag und hat teilweise abgeänderte Fahrzeiten während der australischen Ferienzeit. Du kannst mit dem Bus zwischen Horseshoe Bay und Picnic Bay fahren und hier die Abfahrtszeiten checken. Die Busmap und welche Stopps angefahren werden, findest du hier . Beachte, dass der Bus teilweise nur einmal die Stunde fährt.

Magnetic Island Sunbus
Bus 250 auf Magnetic Island – fährt täglich über die Insel –

Roller/Auto mieten, teurere Variante: Du kannst dich mit dem Auto gut fortbewegen, entweder du fährst mit der Autofähre rüber und hast dein eigenes, oder du mietest dir eins. Je nach Modell geht es ab 50 AUD pro Tag los. Man kann sich auch ein Roller mieten, entweder Einsitzer oder Zweisitzer, die Kosten gehen hier bei 30 AUD los.

Übernachtung auf Magnetic Island 

Die Insel ist beliebt bei Paaren, aber auch unter Backpacker, es gibt Hostel aber auch Hotels auf der Insel. Campingplätze sind hier leider Mangelware und eher schwer zu finden. 

Wir persönlich waren nur für einen Tagesausflug da und haben dort nicht übernachtet. Am Nelly Bay, also ganz in der Nähe vom Hafen gibt es aber das Base Packers Hostel, das hat auf uns einen ganz vernünftigen Eindruck gemacht. Die Stimmung war entspannt, es gibt eine hauseigene Bar und direkten Strandzugang. 

Ansonsten empfehlen dir auch mal bei Booking.com* reinzuschauen und eine Unterkunft zu buchen oder direkt bei der App Wikicamps Australia stöbern. 

Übernachtungsmöglichkeiten für 2 Personen:

Nelly Bay: Arcadia Beach Guest House, 1 Nacht/ ab 43 €

Nelly Bay: Nomads Magnetic Island – Base 1 Nacht/ ab 78 € 

Picnic Bay : Tropical Palms Resort & 4WD Hire, 1 Nacht/ ab 97 €

Horseshoe Bay: True North B&B, 1 Nacht/ ab 123 € 

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Sehenswertes auf der Insel 

Die Insel ist bekannt für seine vielen Wanderpfade, zu den beliebtesten gehört der Forts Walk, denn hier kann man frei lebende Koala sehen. 

Weitere Trails sind: 

  • Horseshoe Bay zum Forts Junction (5,4 km – 2 Stunden)
  • Forts zum Horseshoe Bay Lagune 750 Meter (15 Min)
  • Nelly Bay zum Arcardia (5 km – 1,5 Stunden)
  • Nelly Bay zum Forts Junction (6,4 km – 2 Stunden) 
  • Arcadia zum Nelly Bay (2,1 km – 25 min)
  • Nelly Bay zum Picnic Bay ( 4,4 km – 50 min)
  • Picnic Bay zum West Point (8 km – 2,5 Stunden)

Vorbereitung auf deine Wanderung: Da du so gut wie keinen Schatten hast, schütze dich unbedingt vor der Sonne. Packe Sonnencreme ein, ziehe dir einen Sonnenhut auf und pack vor allem genügend Wasser ein. Es gibt auf den Wanderwegen aber auch oft Stationen, wo du Trinkwasser nachfüllen kannst. 

Forts Walk – 4 Km insgesamt (1,5 Stunden) – Koala Trek 

Wenn du auch auf der Suche nach Koalas bist, dann ist hier genau der richtige Wanderweg für dich. Der Wanderweg beginnt mit ein paar Infotafeln und Toiletten. Danach geht es in einem einfachen Schwierigkeitsgrad und gut zu laufenden Pfad hoch. Halte immer Ausschau nach Koala, sie können auf der Strecke überall sitzen. Der 2 Kilometer lange Fort Trail endet oben an der Forts Kommandozentrale, einem Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg. Dort hast du einen fantastischen 360 Grad Ausblick aufs Meer und die grüne Umgebung.

Stopp am Arthur Bay Lookout 

Forts Walk
Arthur Bay Lookout

Auf dem Weg wirst du immer wieder auf Schilder treffen, die dich auch mal abseits des Weges navigiert. Hier kannst du einen Abstecher machen und dir die Ruinen aus dem Zweiten Weltkrieg anschauen. 

Wir schauten immer wieder nach oben, ob sich irgendwo ein Koala versteckt, aber leider blieb uns das erstmal verwehrt. Der Weg an sich war aber schon total interessant, überall Eukalyptus Bäume und sogar Kapokbäume. Sieht aus wie viele Schneebälle, gehört aber zu den Wollbaumgewächsen. Nach gut 1 Stunde waren wir oben auf der Forts Festungsanlage, die uns mit einer wahnsinnig schönen Panoramaaussicht belohnte. 

Kapokbaum
Kapokbaum
Forts Command Post
Ruine Forts Kommandozentrale

Rückweg, endlich ein Koala

Auf dem Rückweg, kurz hinter dem Fort, sahen wir endlich einen Koala. Zuckersüß hing er im Baum, der Wind wehte ihn leicht hin und her, aber er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Kein Wunder, denn Koala schlafen in der Regel zwischen 18 und 20 Stunden. Nur, ein oder zweimal blinzelte er leicht und machte die Augen auf. Nachdem auch andere mitbekamen, dass ein Koala im Baum sitzt, wurde es um uns herum voller. Wir hätten Stundenlang so da stehen können, um ihn zu beobachten.

Toller Moment, wir waren schon ganz traurig und dachten gar keinen mehr zu sehen. Etwas weiter hinten in einer Baumkrone saß noch einer, aber leider sehr weit weg. Am Ende sind wir auch erfolgreich aus der Wanderung gekommen und machten uns zum nächsten Punkt auf.

Magnetic Island
Forts Walk – schlafender Koala –
Koala Magnetic Island
Gleicher Koala , andere Perspektive

Rock Wallabies

Am Geoffrey Bay gibt es einen guten Spot wo man Wallabies, kleine Felskängurus sehen kann. Wir setzten uns wieder in den Bus und stiegen am Arcadia/Alma Bay wieder aus. Etwa 800 Meter zu Fuß, sieht man schon viele Felssteine übereinander gestapelt. Kurz nachdem wir da lang liefen, sah Marius ein Wallabie, es guckte uns an, war aber sehr schreckhaft. Wir liefen etwas rein in die kleine Felshöhle, doch es hoppelte weg. Ein wenig später, auf dem Rückweg, sind wir nochmal rein. Es saß etwas weiter hinten versteckt in den Steinen, aber trotzdem ließ es uns noch ein Foto machen. Scheinbar hatten wir echt Glück überhaupt eines zu sehen, denn das war das einzige.

Magnetic Island
Rock Wallabies
Magnetic Island
kleines süßes Wallabie getroffen

Selbstgeführte Schnorchel Trails am Nelly Bay und Geoffrey Bay

Eigentlich wollten wir hier schnorcheln gehen, denn hier und am Geoffrey Bay gibt es selbst geführte Schnorchel Trails. Man bekommt eine Schwimmkarte und schnorchelt die Bojen ab, die auf der Karte eingezeichnet sind.

Hier kannst du dir die Schwimmkarte holen: 

Nelly Bay

  • Base Backpackers: 1 Nelly Bay Road
  • Aquasearch Aquarium: 6-10 Elena Street
  • Pro Dive: 43 Sooning Street

Arcadia

  • Arcardia Newsagency: 7 Marine Pde
  • Pleasure Divers: 10 Marine Pde

Horseshoe Bay

  • Horseshoe Bay Store: 7 Pacific Dr

Schnorchelzubehör kann man sich teilweise vor Ort leihen (20 Dollar). Wir hätten das super gerne gemacht, doch leider ist zwischen November und April Würfelquallen Saison. Der Monat November war also nicht ideal, um schnorcheln zu gehen. Besonders gefährlich wird es, weil man diese Art Quallen nicht so gut erkennt. Sie können bei Berührung Lähmungserscheinungen und Atemnot verursachen. Achte also unbedingt darauf. Auf die Tide solltest du auch schauen, denn bei Ebbe wird es schwierig mit dem schnorcheln.  

Nelly Bay Magnetic Island
Nelly Bay

Aktivitäten buchen auf Magnetic Island

Du kannst auf der Insel auch einige Aktivitäten wie Tauch- und Schnorchel Touren buchen, Bustouren machen, Golf spielen, Jetski fahren, ein Museum besuchen und Bootstouren buchen. 

Zu unserem Tagesausflug nach Magnetic Island haben wir auch noch ein YouTube Video, schau dir das gerne an

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