Die Benagil Höhle an der Algarve • Alle Tipps zur Besichtigung

Wenn du an Portugal denkst, hast du bestimmt schon mal was von der bekannten Benagil Höhle gehört. Die Meereshöhle mit dem Loch in der Decke, in die man rein gehen kann. Bei einem Aufenthalt an der südlichen Algarve gehört sie quasi zu den Must Sees. Auch wir haben die Höhle bei unserem Aufenthalt in Portimão besichtigt, aber nicht mit einer angebotenen Tour sondern mit einer Matratze. Ja, wir haben uns auf der Suche nach einer Matratze gemacht, haben die fleißig am Strand aufgepustet und sind dann rein geschwommen. In dem Beitrag erfährst du alles zu unserem Tag am Strand, wie es in der Benagil Höhle war und nützliche Tipps.

1. Anreise zur Benagil Höhle

Von Portimão sind es etwa 16 Km, von Albufeira ca 29 Km und der weiteste Weg ist von Faro mit ca 60 Km. Wir sind aus Portimão mit dem Bus gefahren und waren in 45 Minuten da. Die Linie 52 hält direkt an der Station Benagil, von da mussten wir noch etwa 15 Minuten laufen. Die Busfahrt kostete 4,35 € p.P/Strecke und konnte nur in Bar bezahlt werden.

Mit dem Auto kann man auch anreisen, allerdings sind die Parkplätze gut voll. Ein kleines Stück weiter weg vom Strand ist ein kostenloser Parkplatz. Hier steht jemand der dir den Parkplatz zu weist.

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2. Wie kommt man in die Benagil Höhle ?

Um die Höhle zu besichtigen ist der einfachste und beste Weg über den Praia de Benagil, denn der befindet sich direkt daneben. Du hast hier verschiedene Möglichkeiten um in die Höhle zu kommen. 

  1. Tour buchen mit dem Boot/Kajak oder SUP
  2. Selbst rein schwimmen 
  3. Luftmatratze schnappen

2.1 Tour buchen zur Benagil Höhle 

Es gibt einige Touren die du buchen kannst, vom Schnellboot, Katamaran und Piratenschiff bis hin zu Kajak- und SUP Ausflügen. Welche Tour du buchst kommt darauf an was du sehen möchtest. Bei den meisten Touren ist es nämlich so, dass man nur ein kleines Zeitfenster hat um die Höhle zu besichtigen und der Rest der Zeit geht drauf um von A nach B zu kommen. Die Touren gehen meistens zwischen 1-3 Stunden und kosten zwischen 25€ – 60 €. 

Sehr beliebt sind Kajak Touren oder mit dem SUP raus zu paddeln. Eine Tour mit dem Kajak empfehlen würden wir tatsächlich empfehlen, wenn du noch etwas mehr von der Küste sehen möchtest. Du kannst auch ein Kajak oder SUP mieten und alleine los paddeln. Für eine stressfreie Planung buchen wir sehr gerne online, hier kann man sich den Tag und die Uhrzeit immer schon raus suchen. Unten findest du dazu den Link, wenn du deine Tour auch schon vorab buchen möchtest.

Kajak- und SUP Touren online buchen:

Boots- und Katamarantouren online buchen:

Kajak Tour Benagil Höhle
Kajak Tour zur Benagil Höhle

2.2 Selber rein schwimmen

Wenn du es dir zu traust, kannst du auch selber rein schwimmen, wir hätten es allerdings nicht gemacht. Der Wellengang  ist doller als man es vom Strand aus ahnen würde. Das liegt zum Teil an den Booten die raus und rein fahren. Wir haben genug gesehen die rein geschwommen sind, aber zwischendurch im Wasser immer mal eine Pause einlegen mussten.

2.3 Mit Luftmatratze in die Benagil Höhle paddeln • Unser Erfahrungsbericht 

Das war die beste Entscheidung die wir hätten treffen können. Es war eine so coole Erfahrung mit der Luftmatratze in die Benagil Höhle zu paddeln. Morgens, kurz bevor der Bus kam, sind wir zum Pingo Doce und haben eine Luftmatratze gesucht. Wir sind leider nicht fündig geworden und wollten dann nochmal in Benagil gucken. Kurz bevor wir am Bus waren, haben wir einen kleinen Krimskrams Laden entdeckt und sind da rein. Genau hier waren so viele Matratzen das man sich gar nicht entscheiden konnte. Letztendlich haben wir uns für das günstigste und einfachste entschieden was es gab. Zusammen haben wir 11 € gezahlt und waren gespannt ob die Matratze im Wasser stand hält. 

Am Praia de Benagil 

Am Strand haben wir unsere Luftmatratzen aufgeblasen. Eigentlich war der Plan das wir zusammen rein paddeln und den Rucksack mit Wasserschutz auf den Rücken schnallen. Marius hat dann aber glücklicherweise gesagt, dass er erstmal vor geht und checkt wie die Wellen sind und vor allem wie es ist auf der Matratze zu liegen.

Benagil Höhle Ausflug
Yeah, Luftmatratzen aufgepustet

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    Es geht in die Höhle für Marius

    Marius war nun im Wasser, er hatte bisschen zu tun auf der Matratze die richtige Liegeposition zu finden aber dann ging es los. Mit Go Pro gewappnet paddelte er los und es sah stellenweise sehr wackelig aus. Das lag zum einen daran, dass die Matratze mega dünn war und zum anderen an den Booten, die immer wieder vorbei bretterten ohne Rücksicht.

    Nach gut 10 Minuten sah man die knallrote Matratze und Marius nicht mehr. Nun hieß es für mich Füße still halten und am Strand bisschen beobachten was die ganzen Boote machten. Es war ordentlich Bewegung auf dem Wasser ,mittlerweile war es auch schon 11 Uhr und die ganzen Touren nahmen Pfad auf. Man sah immer mehr Leute mit Kajaks und SUPs ins Wasser gehen. Alles tummelte sich rund um die Höhle.

    Über zwei Seiten kommt man in die Höhle, ich kam von dem Bild aus gesehen von rechts

    Marius berichtet, wie es für ihn in der Höhle war

    Als ich (Marius) mich auf die Matratze legte, hatte ich ein mulmiges Gefühl weil sie so wackelig war. Dann paddelte ich los. Zwischendurch hatte ich ein wenig Probleme das Gleichgewicht zu halten weil die Boote in einem ziemlichen Tempo an mir vorbei gefahren sind. Somit kamen von allen Seiten Wellen die mich dann immer wieder schupsten.

    Kurz bevor ich am Höhleneingang war, dachte ich das man schon stehen könnte und bin deswegen bisschen von der Matratze gefallen. Ich hab mich dann wieder hoch gezogen und musste echt nah ran gehen um zu stehen. 

    In der Höhle war ich dann echt stolz das ich es geschafft habe. Der erste Blick, wow, sind hier viele Menschen. Auf dem zweiten Blick viel mir auf, dass das Licht echt gut rein fiel und man so richtig schöne Fotos machen konnte. Viele Leute platzierten sich auch überall um Fotos zu schießen. Meine Matratze legte ich zu keiner Zeit aus der Hand, damit musste ich ja noch zurück kommen. Die Höhle ist auf jeden Fall groß genug um sich daran zu bewegen, etwas weiter hinten sah ich nochmal eine kleinere Höhle. Die war geschlossen und darunter standen kleine aus Steinen geformte Türmchen. 

    Marius kam zurück mit breitem Grinsen

    Dann kam Marius zurück und berichtete gleich mit einem breiten Grinsen wie es für ihn war. Er sagte auch das es auf dem Rückweg echt anstrengender war aus der Höhle zu kommen, weil die Boote es einem nicht einfacher machten. „Unser Plan den Rucksack aufzusetzen hätte nicht funktioniert, sagte er“, weil die Matratze dem nicht stand gehalten hätte. Also gut das er vor gegangen ist.

    Anne ist dran und geht in die Höhle

    So und nun war ich an der Reihe. Ich zog mir noch mein UV Shirt an, setzte mir die Go Pro auf den Kopf und dann ging es los. Ich war richtig nervös, hatte leicht Angst und hoffte das alles so klappt wie bei Marius. Da ich ja ein absoluter Schisser bin was tiefes Wasser angeht war es nicht so einfach sich auf die Matratze zu legen. 

    Gleich vorne legte ich mich rauf, relativ schnell wurde es aber auch tiefer, mir war wichtig das ich gut drauf liege ohne runter zu fallen. Ich konzentrierte mich die ganze zeit darauf nicht runter zu fallen, sodass ich das ganze drumherum gar nicht so war genommen habe. 

    Ich habe immer nur aus dem Augenwinkel die ganzen Boote, Kajaks und SUPs gesehen. Ab und zu kamen ordentlich Wellen auf, weil die Speedboote an mir vorbei sind. Ansonsten habe ich mich wacker geschlagen. Bis kurz vor der Höhle lief auch alles gut, nur war ich zu weit rechts und ein Dame die für die Koordination der Boote verantwortlich ist, riet mir mehr auf die linke Seit zu gehen. Die Boote kommen nämlich alle von rechts. Ich versuchte irgendwie links rüber zu paddeln und rutschte dabei runter. Den Rest, bis zum Eingang, hab ich dann wie bei einer Schwimmnudel drauf gelegen. War auch okay, groß Panik hatte ich nicht mehr, weil Land in Sicht war.

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    schwimmen in Benagil Höhle
    Happy, ich hab es auch geschafft

    Wie es in der Höhle für Anne war

    Ich fand es mindestens genauso cool dadrin wie Marius. In einer der imposantesten Meereshöhlen gestanden zu haben war schon genial und dann auch noch alleine mit Matratze rein zu schwimmen. Bei mir war es gefühlt aber noch voller, es kamen auch immer mehr Kajaks, Boote und sogar eine kleine Gruppe die auf Schwimmbrettern unterwegs waren.

    Die Zeit da drin war ich eigentlich immer damit beschäftigt, zu schauen, wo ich mich am besten hin stellen kann. Meine Matratze legte ich nicht aus der Hand und nahm sie überall mit hin. Ich hatte richtig Angst das sie irgendwo gegen kommt, kaputt geht und ich nicht mehr zurück komme. Da ich nur mit Go Pro unterwegs war, hatte ich gar kein zeitgefühl wie lange ich in der Höhle war, ich wusste nur, dass immer mehr die Flut kommt.

    Es geht zurück zu Marius 

    Ich passte einen guten Moment ab, wo nicht mehr all zu viele Boote hielten und paddelte zurück. Diesmal weiter rechts lang, ich merkte das es schwieriger ist als auf dem Hinweg. Die Wellen wurden gefühlt immer mehr, das Meer unruhiger und ich hatte Probleme mich festzuhalten. Einen Augenblick nutzte ich trotzdem und machte ein Foto auf der Matratze.

    Über den Wanderweg die Benagil Höhle von oben bestaunen

    Wenn du noch Lust und Zeit hast empfehlen wir dir noch unbedingt die Höhle von oben anzuschauen. Ein kleiner Weg führt rechts hinter dem Parkplatz lang, über Schotter sind es dann nur noch etwa 5 Minuten und du bist da. 

    Um den Zaun, der drumherum ist, kann man nochmal ein Blick in das Innere der Höhle werfen. So cool, da unten stand man, mitten drin. Jetzt steht man oben und schaut rein.

    Benagil Höhle von oben

    Praia da Corredoura

    Wenn man ein Stück weiter nach links läuft, kann man auch den Praia da Corredoura sehen. Von hier aus kommt man auch in die Höhle, nur eben von der anderen Seite. Man hat von oben auf jeden Fall nochmal eine tolle Aussicht auf beide Strände und die gigantischen Felsklippen.

    Praia da Corredoura
    Praia da Corredoura
    Praia de Benagil
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    Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

    1. Marie

      Ich war bisher 2-mal in der Höhle. Bei erstem Mal bin ich direkt vom Strand in die Höhle geschwommen. Die Entscheidung zum Schwimmen hatte ich getroffen, nach dem ich las, dass die Strecke nur etwa 100 Meter beträgt. Und tatsächlich ist es mir auch so ergangen, dass ich etwa bei der Hälfte der Strecke eine kleine Pause eingelegt habe. Die habe ich dazu genutzt, um die Tiefe zu testen. Zu meiner Überraschung war es an dieser Stelle nicht sonderlich tief. Ich konnte ohne große Anstrengung den Meeresboden mit meinen Füßen berühren. Ich würde vermuten, dass die Tiefe ungefähr 3 Meter beträgt. Heute würde ich definitiv nicht mehr dort hinschwimmen. Einerseits war es doch etwas anstrengend und andererseits muss man auch wieder zurückschwimmen. Und obwohl das Meer recht ruhig war, ist man nicht weit von den Felsen entfernt und dort schaukelt es auch bei ruhigem Wellengang.

      1. TravelBuddys

        Hey Marie,
        Wow, ohne Matratze hätten wir uns das nicht getraut. Danke dir für diesen kleinen Einblick wie es ist in die Höhle ohne Hilfsmittel zu schwimmen. Generell bietet es sich auch an, etwas früher da zu sein, bevor die ganzen Ausflugsboote starten, natürlich nur wenn es die Gezeiten zulassen. Somit mussten wir uns auch noch mit ein paar Booten rumschlagen.

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